Mietrendite-Rechner

Die Mietrendite zeigt, wie viel eine Immobilie im Verhältnis zum Kaufpreis an Miete einbringt. Der Rechner liefert dir dazu in Sekunden Bruttomietrendite, Nettomietrendite und Kaufpreisfaktor – als schneller Objekt-Check, nicht als vollständige Finanzierungs- oder Steueranalyse.

Immobilie
Weitere Angaben (optional)
%
Ergebnis
Bruttomietrendite 4,4 %
Nettomietrendite 4,4 %
Kaufpreisfaktor 22,7
Jahresüberschuss vor Finanzierung 13.200 €
Gesamtinvestition 300.000 €
Jahreskaltmiete 13.200 €
Effektive Jahresmiete nach Leerstand 13.200 €

Die Nettomietrendite liegt in einem soliden, marktüblichen Bereich.

Bruttomietrendite und Nettomietrendite – was ist der Unterschied?

Die Bruttomietrendite setzt nur die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis – sie ignoriert bewusst alle Kosten und Leerstand und eignet sich damit für einen ersten, groben Vergleich zwischen Objekten.

Die Nettomietrendite ist realistischer, weil sie zusätzlich die Kaufnebenkosten (die du optional selbst einträgst – nutze dafür bei Bedarf den Kaufnebenkosten-Rechner), nicht umlagefähige Kosten, Instandhaltung und Leerstand berücksichtigt. Dadurch liegt sie fast immer unter der Bruttomietrendite: Die Gesamtinvestition (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) ist höher als der reine Kaufpreis, und von der Miete werden zusätzlich Kosten sowie ein Leerstandsabschlag abgezogen. Finanzierung (Zinsen/Tilgung) und Steuern fließen in keine der beiden Kennzahlen ein – dafür siehst du weiter unten die passenden Rechner.

So wird die Mietrendite berechnet

Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete / Kaufpreis × 100

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis / Jahreskaltmiete

Effektive Jahresmiete = Jahreskaltmiete × (1 − Leerstand % / 100)

Jahresüberschuss = Effektive Jahresmiete − nicht umlagefähige Kosten − Instandhaltung

Nettomietrendite = Jahresüberschuss / (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100

Rechenbeispiel

Kaufpreis 250.000 €, Kaufnebenkosten 25.000 €, monatliche Kaltmiete 1.000 €, nicht umlagefähige Kosten 1.000 €/Jahr, Instandhaltung 1.500 €/Jahr, Leerstand 5 %.

Jahreskaltmiete 12.000 €
Effektive Jahresmiete nach Leerstand 11.400 €
Gesamtinvestition 275.000 €
Jahresüberschuss vor Finanzierung 8.900 €

Bruttomietrendite 4,8 %
Nettomietrendite ≈ 3,24 %
Kaufpreisfaktor ≈ 20,8

Du kannst dieses Beispiel direkt oben im Rechner nachvollziehen, indem du die Werte einträgst – die Ergebnisse aktualisieren sich sofort.

Was ist eine gute Mietrendite?

Eine hohe Mietrendite ist nicht automatisch ein gutes Investment – sie kann auch auf höheres Risiko hindeuten, etwa eine schwierige Lage, hohen Sanierungsbedarf oder ein erhöhtes Leerstandsrisiko. Lage, Zustand, Finanzierung und Instandhaltungsbedarf beeinflussen die tatsächliche Attraktivität einer Immobilie mindestens genauso stark wie die reine Renditekennzahl.

Zur groben Einordnung zeigt der Rechner die Nettomietrendite deshalb mit einer einfachen Ampel: ab 5 % gilt sie im Rechner als vergleichsweise attraktiv, zwischen 4 % und 5 % als solide und marktüblich, zwischen 3 % und 4 % als eher niedrig und darunter als niedrig. Diese Schwellen sind eine heuristische Orientierung dieses Tools, keine allgemeingültige Marktregel und keine Anlageempfehlung – die Mietrendite ist immer nur eine von mehreren Kennzahlen für eine Investitionsentscheidung.

Grenzen des Mietrendite-Rechners

Dieser Rechner berücksichtigt bewusst keine Finanzierung (Zinsen, Tilgung), keine Steuern und keine Wertsteigerung der Immobilie. Kaufnebenkosten fließen nur ein, wenn du sie selbst als Betrag einträgst – eine automatische länderspezifische Berechnung liefert der eigene Kaufnebenkosten-Rechner. Die Instandhaltung ist eine von dir geschätzte jährliche Pauschale, keine Prognose künftiger Reparaturen oder eines Sanierungsstaus.

Du möchtest Finanzierung, Cashflow, Eigenkapitalrendite und Steuern berücksichtigen? Nutze den Cashflow-Rechner.

Du möchtest die Rendite auf dein eingesetztes Eigenkapital inkl. Finanzierung sehen? Nutze den Eigenkapitalrendite-Rechner.

Weitere Rechner: Kreditrechner · Sparplan- & Zinseszinsrechner · Sondertilgungsrechner

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Mietrendite und Kaufpreisfaktor?
Beide beschreiben dasselbe Verhältnis aus Kaufpreis und Jahreskaltmiete, nur unterschiedlich ausgedrückt: Die Mietrendite zeigt es als Prozentsatz, der Kaufpreisfaktor (auch „Vervielfältiger" genannt) als Zahl, wie oft die Jahreskaltmiete im Kaufpreis steckt. Ein hoher Kaufpreisfaktor entspricht einer niedrigen Bruttomietrendite und umgekehrt.
Sollte ich Kaufnebenkosten bei der Mietrendite berücksichtigen?
Für einen realistischen Wert ja – das optionale Feld „Kaufnebenkosten" erhöht die Gesamtinvestition und wirkt sich dadurch auf die Nettomietrendite aus (nicht auf die Bruttomietrendite, die nutzt nur den reinen Kaufpreis). Die Höhe der Kaufnebenkosten für Österreich, Deutschland oder die Schweiz kannst du im Kaufnebenkosten-Rechner ermitteln.
Was ist der Unterschied zwischen Mietrendite und Eigenkapitalrendite?
Die Mietrendite bezieht sich auf den Kaufpreis bzw. die Gesamtinvestition, unabhängig davon, wie die Immobilie finanziert ist. Die Eigenkapitalrendite bezieht sich dagegen nur auf dein tatsächlich eingesetztes Eigenkapital und berücksichtigt Fremdkapital, Zinsen und Tilgung. Für diese Betrachtung nutze den Eigenkapitalrendite-Rechner.
Ist eine hohe Mietrendite automatisch gut?
Nein. Eine auffällig hohe Mietrendite kann auch auf ein höheres Risiko hindeuten, etwa eine schwierige Lage oder hohen Instandhaltungsbedarf. Die Ampel-Einordnung dieses Rechners ist nur eine grobe Orientierung anhand der Nettomietrendite, keine Anlageempfehlung.
Welche Miete sollte ich verwenden?
Die monatliche Kaltmiete ohne Betriebs- und Nebenkosten. Diese Nebenkosten kannst du stattdessen – soweit sie nicht umlagefähig sind – separat im Feld „Nicht umlagefähige Kosten" eintragen. Mit der Warmmiete würde die Bruttomietrendite verfälscht zu hoch ausfallen.
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